registrieren
anmelden
Verein für deutsch-französische Studienbeziehungen
  Suchen Nanterre * Wohnungssuche * Wohnheim: Cité U
Wohnheim: Cité U

Erfahrungsbericht aus der résidence universitaire:

Entgegen aller Ratschläge haben in den vergangenen Jahren doch hin und wieder Potsdamer Studenten in der résidence universitaire gewohnt, zuletzt im Juni 2008. Seitdem fanden Sanierungen statt sodass hier nicht auf Aktualität bestanden werden kann. Das Grundsätzliche wird aber geblieben sein.

Wie schaut das Zimmer aus?
  • Bett
  • Waschbecken
  • Schreibtisch mit Stuhl
  • Schrank (Kleiderschrank, in den recht viel hineinpasst)
  • 1 oder 2 Regale (kommt auf das Haus an, wo man wohnt)
  • Nachtisch
  • Wolldecke zum Schlafen (kein Kissen!)

Wenn ihr Glück habt, dann könnt ihr in das renovierte Haus, das im September eröffnen soll.

Zustand des Zimmers: man sollte erst mal seine Ansprüche nach unten schrauben. Die guten deutschen Standards gelten hier nämlich nicht. Meine Wand hat 5 verschiedene Weißtöne, bzw. eher grau. Wenn man aber ausreichend Poster darüberklebt, dann geht es. Man muss sich sein Zimmer erst einmal bunt machen. Dann ist alles in Ordnung.

Je nach Zimmer gibt es unterschiedlich viele Steckdosen. Eine Mehrverteilerbox wäre gut. Passt aber auf - in der Steckdose ist noch ein Metallstift, so dass nicht jeder Stecker passt.

Küche, Toilette, Dusche

  • wird von Montag bis Freitag täglich gereinigt (außer der Fahrstuhl fällt aus... dann haben die Putzfrauen meist keine Lust so weit nach oben zu rennen... )
  • Küche: 4 Kochplatten, Waschbecken. Je nach Mitbewohnern auf dem Gang sauber bis arg verdreckt.
  • Toilette: 3 Kabinen und wieder je nach Gangbewohner sauber bis verdreckt. Wundert euch nicht über Wasserflaschen-strenggläubige Muslime nehmen die anstatt des Toilettenpapiers ;-)
  • Dusche: 3 Kabinen, abschließbar; wenn man abschließt, geht dann auch endlich das Licht an. ;-) Und je nach Tageszeit und Stockwerk ist das Wasser heiß. Achtung: man kann die Kabinen von außen mit einem Geldstück öffnen - mir ist bis jetzt nix passiert. 

Wichtig: Es gibt keinen Kühlschrank - weder in der Küche noch im Zimmer. Trick im Winter bzw. wenn es noch relativ kalt ist: zwischen Fenster und Fensterladen ist eine kleine Stellfläche. Die kann man gut als Kühlschrank nutzen. Wenn man sich clever anstellt, passt auch viel rein: Milch, ein 12-Pack-Joghurt (immer in Großmengen kaufen - das ist billiger. Notfalls einfach mit einem Bekannten teilen), Wurst, Käse, Margarine. Das ist fast so gut wie ein richtiger Kühlschrank - leider nur nicht funktionstüchtig im Sommer.

Ab und an verkaufen auch Leute, die ausziehen, ihren alten Kühlschrank. Einfach mal auf die Zettelwand in der Eingangshalle eures Gebäudes gucken. Ebenfalls nicht vorhanden: Besteck, Geschirr etc. Auch das kann man ab und an günstig erstehen, wenn man auf die Aushänge guckt oder auf dem Markt in Nanterre.

Résidence-Leben

  • auf jeden Fall geeignet, viele nette Leute kennen zu lernen
  • Internet gibt es im Gebäude C/D im Cybercafé - abends 30 Minuten kostenlos. Neuerdings soll es auch Internet tagsüber geben, doch da kenne ich die Konditionen nicht
  • Internet so anschaffen; Anbieter suchen --> France Telecom: da braucht man Telefonanschluss und Internetflatrate (so einwählen gibt es auch, aber das ist nicht sehr verbreitet). Das kostet zusammen ca. 40 Euro. Es gibt aber auch noch neuf.fr, alice.fr, clubinternet.fr - einfach mal nachschauen.
  • ab und an ist es etwas laut - zumindest bei mir. Der Lärmpegel richtet sich nach Gebäude und Tageszeit: die "Partygebäude" sind das Gebäude G und H, wo früher die Erasmus-Leute drin waren. Offensichtlich wird das aber jetzt behoben, so dass die Erasmus-Leute nun überall sind. Abends ist es meist ein wenig lauter - dann, wenn die Küche intensiv genutzt wird und man doch mal ein Schwätzchen in der Küche hält.

Einkaufen

Es gibt, wenn man autolos ist, mindestens drei Möglichkeiten einzukaufen.

  • Entweder man läuft ca. 15-20 Minuten zum ED in Petit Nanterre - den empfehle ich nicht, weil der doch sehr im "Ghetto" liegt und total komische Leute da rumlaufen.
  • Oder man fährt nach Nanterre-Ville und geht die Rue Maurice Thorez runter. Da ist ein ED (so ziemlich der billigste Laden zum einkaufen) und ein Monoprix (teuer!).
  • Oder man fährt zur Défense und geht beim Auchan einkaufen (riesig, bieten viel; wenn man ein wenig drauf achtet, auch recht billig. Nervig sind nur die Warteschlangen an der Kasse).
  • Am Bahnhof ist noch ein kleiner, aber teurer Supermarkt für Notkäufe. Am Mittwoch und Sonntag ist Markt in Nanterre-Ville. Wo man den findet, erklär ich auf Anfrage.
  • Baguette gibt es am Bahnhof - da ist ein Bäcker und im Supermarkt ist auch noch ein Bäcker.

Kultur & sonstiges

Kino gibt es auch in Nanterre-Ville in der Rue Maurice Thorez. Jeden Tag für 4,90 €. Das Kino ist relativ klein, aber ich find es sehr angenehm. Sie zeigen von Blockbuster bis Independant-Kino alles. Ab und an sind abends im Wohnheim noch Kino-Abende, Diskussionen etc.

Einfach mal auf die Plakate gucken. In der Uni sind auch Kulturveranstaltung: Kino, Tanz, Konzerte.

Gewalt hab ich hier noch nicht erlebt - eher demonstrierende Franzosen um 23 Uhr. Was man aber fairerweise sagen muss, ist, dass doch schon einige Idioten und komische Gestalten herumlaufen - einfach ignorieren. Und was auch noch auffällig ist - das Angegrabenwerden der meist afrikanischen Gangbewohner.

Es gibt natürlich auch noch andere Wohnheime, die teilweise aber auch sehr strikte Bedingungen haben (z.B. Übernachtungsbesuch u.ä.).