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Verein für deutsch-französische Studienbeziehungen
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6. Bericht

Die ersten Tage werden furchtbar, und dabei ist es egal, ob ihr bei der Wohnungssuche die “ersten Tage” ansetzt, oder zu Semesterbeginn. Wenn ihr euch das klarmacht, kann es doch nur noch bergauf gehen, oder?!

Wenn ihr euch eine Wohnung sucht, dann versucht das am besten im Internet auf Seiten wie www.colocation.fr oder www.apartager.fr, um euch schon einmal einen Überblick zu verschaffen.

Ohne herzukommen, wird es nicht gehen, und so könnt ihr euch hier am besten ein paar Tage ein backpacker-Zimmer in einem Hotel suchen (je größer die Zahl des Viertels, umso günstiger!!!), um von hier aus etwas zu finden.

Vorher könnt ihr ja anhand der Internet-Seiten eine Adressenliste erstellen, und einen Schlachtplan, wo es zunächst hingehen soll. Wer noch eine Gastfamilie aus Schulzeiten hat, kann sich ja evtl. einen Brief schreiben lassen, in dem steht, dass sie die Mietzahlungen übernähmen, wenn ihr in Verzug gerietet; manchmal ist dann doch noch ein Zimmer frei.

Dann tapert ihr am besten mit festen Schuhen, einer Flasche Wasser und Mut im Gepäck los zum nächsten Kiosk und holt euch den roten 5-€-Plan, der alle (!) Straßen beinhaltet. Da kann man auch direkt eine Telefonkarte erstehen, damit ihr wenigstens ein bisschen Zeit habt, um die Vermieter zu verstehen.

Danach würde ich zum nächsten Handy-Anbieter gehen, und mir eine französische Sim-Karte kaufen, um eine Telefonnummer zu haben. Der Anbieter ist praktisch egal.

Empfehlenswert ist sicher eine Carte Orange für die Woche oder ein métro-Ticket Paris-Visite, weil das Carnet ziemlich schnell weg ist. Für die Carte Orange benötigt man ein Foto (also: mitbringen).

Wenn ihr dann nach Hause zurückfahrt und ein Zimmer gefunden habt, dann habt ihr schon einen Großteil erledigt.

Schön wäre es natürlich auch, ein Zimmer in der Résidence zu bekommen, also auf dem Campus, aber die Zimmer sind knapp. Wahrscheinlich habt ihr schon Millionen Schauermärchen darüber gehört- und ein Teil wird davon auch stimmen, wie bei allen Märchen. Fest steht aber, dass man dort nah an der Uni wohnt, locker in die Stadt 'reinfahren kann, wenn man das möchte, und vor allem etwa 200 € weniger Miete zahlt als seine Kommilitonen. Sicher, man hat evtl. ätzende Flurnachbarn und man muss sich viel ärgern, evtl. aber auch nicht. Nachbarn hat man auch in einer chambre de bonne! Auch das ist und bleibt also Geschmackssache.

Einmal den Mietvertrag geschlossen (ich schreibe nicht “unterschrieben”!), bleiben euch noch diverse Formalitäten: Der Studentenausweis muss in Nanterre abgeholt werden, dann muss ein französisches Konto eröffnet werden (viele Automaten lesen nur die carte bleue, auch die in der métro!) in einer Bank, in der man kaum versteht, was sie einem bieten (auch mit unserem guten Französisch!), und zuletzt muss man sich schnell die Anträge für die Carte ImagineR besorgen an einer großen Métro-Station, damit man später unkompliziert nach Nanterre fahren kann.

Das war's dann auch schon. Denn dann fängt das Semester an- und neue Probleme tun sich auf. Aber dann wird es auch richtig schön hier in Paris. Es lohnt sich also, zu Anfang eine kleine Odyssee mitgemacht zu haben- so weiß man die Stadt hinterher richtig zu schätzen. Man wächst eben an seinen Aufgaben!!!

Ich hoffe, damit konnte ich euch ein bisschen bei der Entscheidung helfen. Alles Gute, und bis bald hier in Paris,

Sarina Hägerich

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