registrieren
anmelden
Verein für deutsch-französische Studienbeziehungen
  Suchen Nanterre * Wohnungssuche * Eigene Wohnung oder WG-Zimmer  * 3. Bericht
3. Bericht

Zuerst das Formelle:

  • viele Vermieter verlangen eine Bürgschaft bzw. eine Zahlungsgarantie von einem Franzosen, der im Zweifel einspringen kann. Manchmal reicht auch eine deutsche Bürgschaft aus.
  • manche Vermieter machen keinen Vertrag: in Frankreich ist Untermiete im Prinzip verboten bzw. hat viele Nachteile. Mal für zwei Monate über den Sommer gegen "Aufwandsentschädigung" sein Zimmer abgeben ist kein Problem, aber bei längerfristigen Sachen sieht das anders aus. Wenn eine Untermiete offiziell läuft, hat das für den Vermieter vor allem steuerliche Nachteile.
  • Daher laufen viele Wohnungen schwarz. Das geht im großen und ganzen auch gut, nur sollten hier diverse Dinge beachtet werden: es gibt kein CAF, die Kontoeröffnung zieht sich ein bisschen hin (ihr braucht dann ein certificat d'hébergement, das ihr aber in der Bank kriegt), und für die Kaution solltet ihr euch unbedingt einen Nachweis geben lassen, damit ihr im Zweifel was in der Hand habt. Viele aus dem Studiengang haben das so gemacht und zum überwiegenden Teil auch keine größeren Probleme.

Für die Suche selbst gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • nach Paris fahren und einen Makler beauftragen (die haben hier überall ihre Büros). Vorteil: es kümmert sich jemand anders drum, der die notwendige Erfahrung mitbringt und die Trefferquote ist recht hoch. Nachteil: Maklergebühren.
  • Aushänge an schwarzen Brettern in frz. Unis studieren.
  • übers Internet gehen: www.appartager,fr, www.colocation.fr etc. Man kann sämtliche Angebote einsehen, wenn man die Kontaktdaten haben möchte, dann muss man einmal eine kostenpflichtige Nummer anrufen. Daher im Idealfall gleich ganze Pakete von infragekommenden Wohnungen raussuchen und die Leute auf einmal anschreiben. Lieber mehr Leute anschreiben, absagen kann man immer noch. Dann mal eine Woche nach Paris fahren und Termine machen mit den Leuten.
  • in sogenannten foyers, also Wohnheimen, gibt es gerade für Mädels viele Plätze. Auf http://etudiants.locataires.free.fr gibt es eine Liste.
  • sich in der cité u bewerben.

Auf jeden Fall aber nicht lockerlassen und die Leute lieber einmal mehr nerven als sich hinterher ärgern. Die Preise sind oft recht niederschmetternd, zwischen 400 und 550 Euro sind normal für eine Wohnung, oft noch plus Nebenkosten. Daher ist CAF oft nützlich, das bei WGs standardmäßig um die 95 Euro beträgt, bei Alleinwohnenden auch sehr viel mehr werden kann. Das Wohnheim in Nanterre ist daher zumindest vom Preis her recht attraktiv.

Vorzüge / Nachteile eurer jetzigen Wohnsituation

Wohnung im 18.: nette Lage, 10 Minuten zu Fuß zur Sacré-Coeur, daher für Besuche sehr günstig, die Gegend ist nicht teuer und außerdem wohnen hier sehr viele andere aus dem Studiengang. Wohne in einer WG mit einem Jazztrompeter, man gewöhnt sich aber dran. Zur Uni sind es etwa 45 Minuten, bei starkem Verkehr manchmal auch mehr, was bei vielen Freistunden zwischendurch doof ist, dafür wohnt man aber in der Stadt (intra-muros = innerhalb der Stadtmauern), und wenn man schon nach Paris kommt, dann kann man da auch reinziehen. Mir gefällt es hier sehr gut.

Was ist sonst noch zu beachten?

Nachts fahren die Metros auch am Wochenende nicht, daher ist eine gute Nachtbusanbindung immer nicht schlecht. Sollte kein Primärziel sein, aber das ist der Vorteil, in der Stadt zu wohnen.

Wohnungen sind in Paris einfach teurer, das ist zwar ein Schock, aber man gewöhnt sich dran.

Fahrräder können nützlich sein, gleichzeitig ist der Pariser an sich nicht der aller fahrradfreundlichste. Die meisten von uns haben keins dabei und damit keine Probleme.

1. Bericht   |  2. Bericht   |  3. Bericht   |  4. Bericht   |  5. Bericht   |  6. Bericht